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Montag, 23. April 2012

Lilith Teil2

* Inanna, Lilith und der Huluppu-Baum *

Die patriarchalen Religionen haben alle auf ihre Weise dazu beigetragen, die weibliche Stärke zu verleugnen oder zu verhindern. Das Christentum förderte diejenigen Rollenbilder der Weiblichkeit, die allgemein akzeptiert wurden: die brave und angepaßte Eva, die den Ei- genschaften der Venus entspricht; und die Mutter Maria, die in ihrer 'unbefleckten' Empfäng- nis zur Heiligen stilisiert wurde, sie läßt sich im Mond wiederfinden.

Lilith hingegen wurde mißachtet und dämo- nisiert; weil sie es wagte, eigenständig zu denken und zu handeln. Sie lebte ihre Kraft und wurde dafür verurteilt, als fortan allen Frauen drohendes Beispiel, wenn sie es ebenso wagen sollten, sich aus dem Ge- fängnis der Unterdrückung zu befreien. Lilith wurde zur einsamen Grenzgängerin. Verfemt und ausgestoßen, mußte sie sich lange verbergen. Erst die Frauenbewegun- gen, die ab Ende des 19. Jahrhunderts entstanden, besonders ab den 70ern des 20. Jahrhunderts, forderten die Gleichbe- rechtigung. Diese emanzipatorische Bewe- gung war wichtig, doch geht es nicht nur um gleiches Recht – denn was lange nicht verstanden wurde, ist die GleichWERTig- keit von Mann und Frau. So mußte Lilith ihre Grenzen neu ausprobieren und finden, in der Arbeitswelt und vor allem als Frau und Mutter. Lilith ist voller Geheimnisse, solange wir ihre wahre Stärke noch suchen. Sie konfrontiert uns deshalb mit dem Schmerz über unseren Mangel, dort wo sie im Radix steht.

Wenn wir unsere Weiblichkeit vervollkommnen möchten, und die Männer ihre innere Frau, kommen wir nicht darum herum, uns diesem Mangel zu stellen. Dabei könnten wir die wahre Kraft Liliths entdecken – und das ist unsere tiefste Angst, und unsere größte Sehnsucht zugleich.

Der Mythos bietet uns Möglichkeiten des Verstehens an. Und so möchte ich euch eine uralte Geschichte wiedergeben und deuten, die den inneren Konflikt zwischen Venus/Inanna/Eva und Lilith zeigt: von dem Unvermögen der Venus, die Stärke Liliths anzuerkennen, und von Liliths Schmerz, immer noch nicht anerkannt und geliebt zu sein.

Wenden wir uns also der sumerischen Göttin Inanna zu, der Vorläuferin der späteren Ishtar und Aphrodite/Venus, der Liebesgöttin; hier ist sie Königin des Himmels und der Erde. In einem alten Gedicht aus dem Gilgamesch-Epos finden wir bereits Hinweise auf Lilith und die weibliche Spaltung:


Inanna, Lilith und der Huluppu-Baum

In den ersten Tagen, in den allerersten Tagen,
in den ersten Nächten, in den allerersten Nächten,
in den ersten Jahren, in den allerersten Jahren,

in den ersten Tagen, als alles, was zum Leben nötig war, ins Sein gebracht wurde,
in den ersten Tagen, als alles, was zum Leben nötig war, angemessen ernährt wurde,
als der Himmel sich von der Erde fortbewegt hatte,
und der Name des Menschen festgelegt wurde,
als der Himmelsgott, An, die Himmel davongetragen hatte,
als der Luftgott, Enlil, die Erde davongetragen hatte,
als die Königin des Großen Unten, Ereschkigal, die Unterwelt beherrschte,

In diesen Zeiten pflanzte sich ein Baum, ein einzelner Baum,
ein Huluppu-Baum, an den Ufern des Euphrats ein.
Der Baum wurde von den Wassern des Euphrats genährt.
Der wirbelnde Südwind zog an seinen Wurzeln und zerrte an seinen Ästen,
bis die Wasser des Euphrats ihn davontrugen.

 Eine Frau, die in Ehrfurcht vor den Worten des Himmelsgottes An wandelte,
die in Ehrfurcht vor den Worten des Luftgottes Enlil lebte,
riß den Baum aus dem Fluß und sprach:
„Ich werde diesen Baum nach Uruk bringen.
Ich werde diesen Baum in meinen heiligen Garten pflanzen.“

Mit eigener Hand sorgte Inanna für den Baum.
Mit ihren Füßen stampfte sie die Erde um ihn herum fest.
Sie sprach zu sich selbst:
„Wie lange wird es wohl dauern, bis ich einen leuchtenden Thron habe?
Wie lange wird es wohl dauern, bis ich ein leuchtendes Bett besitze?“

Die Jahre gingen dahin; fünf Jahre, zehn Jahre.
Der Baum wurde dick, doch seine Rinde sprang nicht auf.

Dann schlug eine Schlange, die nicht bezähmt werden konnte,
ihr Nest in den Wurzeln des Huluppu-Baumes auf.
Der Anzu-Vogel setzte seine Brut in die Zweige des Baumes.
Und die dunkle Jungfrau Lilith baute ihr Haus in seinem Stamm.


Die junge Frau, die gerne lachte, weinte.
Und wie Inanna weinte!
Doch sie alle wollten ihren Baum nicht verlassen.

Inanna rief ihren Bruder, den Sonnengott Utu herbei,
doch Utu, der tapfere Krieger Utu,
wollte seiner Schwester Inanna nicht helfen.



Beim Anbruch der Morgendämmerung, als die Vögel zu singen anfingen,
rief Inanna ihren Bruder Gilgamesch herbei und sprach zu ihm:
„Oh Gilgamesch, in den Tagen, als die Schicksale beschlossen wurden,
als Überfluß das Land durchströmte,
als der Himmelsgott die Himmel und der Luftgott die Erde davontrugen,
als Ereschkigal das Große Unten als ihren Herrschaftsbereich erhielt,
da segelte der Gott der Weisheit, Vater Enki, hinab in die Unterwelt,
und die Unterwelt stand auf gegen ihn und griff ihn an...
In diesen Zeiten wurde ein Baum, ein einzelner Baum, ein Huluppu-Baum,
an den Ufern des Euphrats eingepflanzt.
Der Südwind zog an seinen Wurzeln und zerrte an seinen Zweigen,
bis die Wasser des Euphrats ihn davontrugen.
Ich riß den Baum aus dem Fluß heraus,
ich brachte ihn in meinen heiligen Garten.
Ich hegte den Baum, derweil ich auf meinen leuchtenden Thron
und mein leuchtendes Bett wartete.

Dann schlug eine Schlange, die nicht bezähmt werden konnte,
ihr Nest in den Wurzeln des Baumes auf,
und der Anzu-Vogel setzte seine Brut in die Zweige des Baumes,
und die dunkle Jungfrau Lilith baute ihr Haus in seinem Stamm.
Ich weinte.
O wie sehr weinte ich!
Doch sie alle wollten den Baum nicht verlassen.“

Gilgamesch, der tapfere Krieger Gilgamesch,
der Held von Uruk, stand Inanna zur Seite.
Gilgamesch befestigte eine Rüstung von fünfzig Minas Gewicht
an seinem Oberkörper.
Die fünfzig Minas wogen sowenig für ihn wie fünfzig Federn.
Er schwang seine Bronze-Axt über die Schulter
und betrat Inannas heiligen Garten.

Gilgamesch erschlug die Schlange, die nicht bezähmt werden konnte.
Der Anzu-Vogel flog mit seinen Jungen in die Berge.
Und Lilith zertrümmerte ihr Haus und entfloh an wilde, unbewohnte Orte.

Dann entwurzelte Gilgamesch den Huluppu-Baum.
Aus dem Stamm des Baumes schnitzte er einen Thron und ein Bett
für seine heilige Schwester.
Doch der Thron und das Bett waren aus totem Holz,
und sie konnten nicht leuchten.

Inanna/Venus hat diesen wunderschönen Huluppu-Baum gepflanzt, der symbolisch für Wachstum, Ausdehnung, Glück und Erkenntnis steht (Jupiter-Qualitäten). Sie ist traurig, weil ihr Glück getrübt scheint, dadurch, daß sich die Schlange, der Vogel und Lilith im Baum eingenistet haben. Inanna scheint nicht zu bedenken, daß sie diese Drei dringend braucht, um selbst ganz zu werden.

Die Schlange steht symbolisch für die ungebändigte Lebens- kraft, sie wird auch mit der Kundalini-Energie in Verbindung ge- bracht, und für eine tiefe Wandlung, Häutung und Transforma- tion. 'Die Schlange, die nicht bezähmt werden kann' steht also für die unbändige Lebenskraft, die in jedem von uns steckt, wenn wir sie nur freilegen.

Der Anzu-Vogel, der mit seinen Jungen ein Nest im Huluppu- Baum bewohnte, ist ein Adler, der sinnbildlich für Freiheit, Weisheit und sinnübergreifende Erkenntnis steht. Und Lilith selbst bewohnte den Stamm des Baumes, also unsere aus- gestoßene, wilde, lustvolle und starke Symbolfigur für das ei- genständige Weibliche in uns.

Inanna/Venus begreift diese Zusammenhänge nicht, und läßt es zu, daß Gilgamesch, ein Mann, alle drei vertreibt; die Schlange, also die Lebenskraft, wird sogar erschlagen. Der Preis ist hoch: der Huluppu-Baum, Sinnbild für ihr Glück, wird dabei zerstört.

So liefern uns die alten Sumerer eine märchen-anmutende Geschichte, über die Jahrtausende hinweg, und doch heute noch von immenser Bedeutung. Die Venus in uns – und das gilt für Männer genauso wie für Frauen – sollte sich bewußt machen, daß die liebevolle, doch angepaßte Seite nur einen Teil unserer Weiblichkeit dar- stellt. Wir dürfen Lebenskraft, Freiheit und Stärke nicht länger opfern für eine religiöse Vorstellung, die eindeutig auf Angst vor Machtverlust basiert.

Es gibt keinen Gott, der mit Bestrafung droht. Wenn Gott absolute und bedingungslose Liebe ist, hat er uns nicht dazu erschaffen, immer wieder Teilung, Zwiespältigkeit, Angst, Trennung und Ohnmacht zu erfahren. Wir müssen diese überholten Zwangsvorstellungen nun end- gültig loslassen, denn sie halten uns gefangen. Gott hat Mann und Frau völlig ebenbürtig erschaffen, denn er liebt alle seine Kinder gleichermaßen. Und Gott ist auch eine Göttin; eine Wesenheit, die Animus und Anima zur höchsten Vollendung gebracht hat.

Lilith ist ein großes Unrecht widerfahren. Ihre Rehabilitation ist notwendig und unumgänglich. Ihre Kraft und Ursprünglichkeit sind Eigenschaften, die wir annehmen und aus vollem Herzen bejahen sollten – damit verliert sie ihre angebliche 'Gefährlichkeit'. Andere Märchen- deutungen, wie von der russischen Baba Yaga, oder der Wolfsfrau* bestätigen das nur. So wird es nötig sein, daß Venus und Lilith ihrer Sehnsucht endlich nachgeben und sich um- armen. Lilith ist der Inbegriff unserer Abspaltung der starken, wilden, sinnlichen Großen Göttin. Wer sie einlädt, zurückzukommen, erhält die Rückfahrkarte in das Paradies. 

* "Die Wolfsfrau", Clarissa Pinkola Estés


 
Halbmond - Vollmond 

Die Schneegans ruft
Blätter rascheln
unter ihren Füßen
weich der Boden
es duftet nach Harz.

Zart umhüllen sie
blaue Schleier
aufrechter Gang
Halbmond leuchtet
auf ihrer Stirn.

Zehntausend Jahre
ist Lilith gewandert
ausgestoßen, doch mit
Hoffnung im Herzen
sucht sie die Versöhnung.

Am heiligen Stein
Vollmond leuchtet
wartet Inanna
die Lichtträgerin
mit offenen Armen.

Sehnsucht ruft
in ihren Augen
scheu und zärtlich
die Umarmung
ineinander versunken.

Die Zeit steht still
Sternschnuppen fallen
der Wald hält den Atem an
irgendjemand spielt Puccini
und Isis lächelt.

Ich bin es selbst
Tochter des Himmels
gerade angekommen
im Paradies.
Und wo bleibt Adam?

Osira

   

Kommentare:

  1. Liebe Osira
    Vielen Dank für den tollen Lilith-Bericht. Die Menschheit leidet wirklich am Lilith-Mythos. Mann wie Frau. Nun liegt es an uns die Lilith zu erlösen.
    Ich persönlich versuchte lange meine Lilith zu erlösen, indem ich in meine Kraft ging, mich von der Unterdrückung befreite, mich authentisch verhielt, eigenständig handelte und meine Meinung kund gab. Dies führte dazu, dass ich mich zwar entwickelte, doch auch wieder Ausgrenzung erlebte. Unterschwellig gab ich weiterhin den "bösen herzlosen Unterdrückern" Schuld; z. B. dass ich elektrosmogsensibel war.
    Somit befand ich mich erneut in der Opfer-Verfolger-Rolle. Erst als ich erkannte, dass die Herzlosigkeit ihrerseits auch aus einer Verletzung entstand, konnte ich mich damit aussöhnen.
    Hierzu ein aktueller Artikel und Auszug von einem andern Blog, der dieses Thema sehr gut beschreibt: "Gestern Nachmittag war der Höhepunkt erreicht, nachdem mich eine Freundin angerufen hatte und mir ihren Schmerz erzählte. Den Schmerz, wenn eine Frau einem Mann Ihre Weiblichkeit, Ihre Gefühle, Ihre Verletzlichkeit zeigt und ausspricht und der Mann nicht darauf eingehen kann, sondern die Wunde noch größer werden lässt!" ganzer Text:
    http://einfachemeditationen2.wordpress.com/2012/04/23/lasst-bitte-eure-ganzen-emotionen-frei-egal-welche-diese-sein-mogen/
    Erkenntnis ist die halbe Heilung.

    Alles Liebe Silvia

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    Antworten
    1. Hallo Sylvia, hatte gestern genau dieses Thema des Schmerzes. Der Mann ging auch nicht darauf ein, was meinen Schmerz noch intensivierte. Aber genau durch diese intensiven authentischen Gefühle wird etwas im Gegenüber in Schwingung gebracht. Das ist diese Heilsenergie, die durch den Schmerz ausgelöst wird und letztendlich die Erlösung bringt. Es ist die Liebe die alles heilt

      Liebe Grüße Waltraud

      Löschen
  2. Liebe Osira,
    ich sitze vor dem PC, lese deine Texte zur Lilith und könnte nur heulen.
    Es fügt sich zur Zeit soviel zusammen. Seit der Kartenlegung Inannas Abstieg in die Unterwelt bewegt sich ganz viel. Zusätzlich ist mir ein Mann entgegengekommen, der meine Lilith in den Begegnungen immer wieder anspricht und sie auffordert da-zu-sein. So lösen sich viele alte in den Zellen abgespeicherte Informationen, wie Frauen zu sein haben. Die ganze Abwehr, der Widerstand dem Männlichen gegenüber,sowie auch die ganze Angst vor Gewalt, vor Schimpf, Schande und Verurteilung, kommt ganz langsam an die Oberfläche und löst sich. Im Buch von Sabine Lichtenfels "Tempel der Liebe" hat sie Lilith deutlich zu Wort kommen lassen und ich kann nur immer wieder JA, JA, JA zu ihren Aussagen sagen.
    Die Sehnsucht meine Sexualität völlig frei, ohne betonierte Moralvorstellungen der Menschen zu leben, drängt im wahrsten Sinn des Wortes nach oben. Ich bin diese Einengungen so satt, wie nur irgendetwas. Und mit fast 53 Jahren auch alt genug, um meine Wirklichkeit und mein Wesen zu leben. Ich will den Eros ganz frei leben und damit in die wirkliche, und nicht in die vorgestellte Lebendigkeit des Lebens eintauchen - unberechenbar, lustvoll, intuitiv, unangepasst und in jedem Moment neu. Und damit wieder in die Kraft und die Fülle als Frau zu kommen. Langsam kann ich sagen: ich bin gerne eine Frau! Ich freue mich über meine eigene Bereitschaft mich einzulassen und möchte hier jeder Frau und jedem Mann Mut machen den Weg des Fühlens und Empfindens zu gehen, auch wenn es manchmal nicht einfach sein sollte.
    Ich danke an dieser Stelle auch diesem Mann, der meine Seele berührt und damit in Vertretung jedem Mann.
    Danke für Deine Texte liebe Osira.
    Mathea

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    Antworten
    1. Liebe Mathea,
      es freut mich sehr, daß sich so vieles löst bei dir. Es ist gut und wichtig, zu unserer ganzen Weiblichkeit zu stehen. Nur, das braucht einen Mann als Partner, der dies vollkommen annimmt, und nicht Teile davon ablehnt.

      Soweit ich weiß, kommt Sabine Lichtenfels aus der ZAG- Gemeinschaft, die freie Liebe propagieren, ggf. auch mit mehreren Partnern. Die Texte einiger Frauen dort - auch Dolores Richter - sind super.

      Doch möchte ich nur zu bedenken geben, daß es für die vollkommene gegenseitige Annahme auch die monogame Partnerschaft braucht, weil nur sie die emotionale Geborgenheit für beide geben kann. Das meine ich keinesfalls moralisierend, sondern ist schlichte Erkenntnis nach vielen Irrwegen. Ich stelle dem ein anderes Buch gegenüber, welches uns zur wahren Partnerschaft führt:

      "Das Manuskript der Magdalena - die Sexualmagie der Isis" von Tom Kenyon und Judi Sion

      Herzlichst Osira

      Löschen
    2. Liebe Osira,
      danke für deine Sichtweise. Ich habe das Buch und Maria, wie auch Maria Magdalena begleiten mich im Moment sehr.
      Alles Liebe Mathea

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  3. Ist euch auch aufgefallen, dass diese Themen, die in unser Bewußtsein einkehren, wie synchron laufen und alle, die den Wandel unterstützen, gleichermaßen beschäftigt? Spürt ihr auch die göttliche Energie und wie sie wächst? Ich sehe es als Vorfreude auf das, was da kommt und macht stark für die letzten dunklen Stunden. Packt eure Koffer, es geht wieder nach Hause!

    Licht und Liebe und Dank für diese tollen Texte

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  4. Wie aus deinem Artikel schon hervorgeht, förderte das Christentum die Rollenbilder der Weiblichkeit, die allgemein ( nicht nur von den Männern!) akzeptiert wurden. Die venusische Eva, die aber trotzdem den Schatten der Lilith in sich trägt und ihn oft genug nur in ihrer Phantasie ausleben kann, da sie ansonsten von der Gesellschaft ( oder sogar vom eigenen Partner dämonisiert wird). Viele Männer wollen garnicht wissen, was in den Köpfen ihrer Frauen vor sich geht, da sie dann ihr Bild, das sie sich gemacht haben verändern müssten; die Eva ist ja soooo bequem und für alles andere gibt es "Huren". Solche kaputten Männer spalten dann Teile ab: die Mutter ist die Heilige ( auch wenn sie es nie war), die Ehefrau die bequeme Eva ( die insofern missbraucht wird; um den Haushalt zu führen und gesellschaftlich als "normal" dazustehen) und der Rest wird als Schlampen diffamiert, die Man(n) für Geld kauft, denn wer f...t schon gerne "Bambi" zuhause? Vor Frauen, die sich mit ihrer Lilith ausgesöhnt haben und beide leben, scheinen die meisten Männer wohl eher Angst zu haben; eben auch Angst vor dem eigenen Machtverlust. Das geht dann einher, mit Verächtlichmachung, Abwertung, bis hin zur Sündenbockthematik. Gerade in ländlichen Gegenden ist es auch heute noch verpönt, einen Missbrauch oder eine Vergewaltigung öffentlich zu machen; besonders, wenn sie in der Familie oder im engeren sozialen Umfeld stattgefunden hat; meist wird die Frau dann als Nestbeschmutzer dargestellt und erfährt Ausgrenzung....und das nicht nur durch Männer. Gerade in den letzten Jahren stelle ich häufiger fest, dass diese Thematik noch immer in den Köpfen vorhanden ist und der Kampf zwischen Mann und Frau wieder aktuell zu sein scheint. Das Patriarchat hat Angst um seine Macht! die es längst verloren hat.

    Liebe Grüße und die Kraft der "schwarzen Göttin" wünscht euch

    Isabella

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  5. Ich mag diese ganze Aufspalterei in Lilith, Eva etc überhaupt nicht. Im Sommer 2010 bin ich nach Frankreich in die Bretagne eingeladen worden, habe dort in einem sehr alten Haus gelebt, 1428. Ganz in der Nähe ist der Wald von Broceliande in welchem sich Märchenerzähler über Merlin und Avalon tummeln. In dem Haus lebt noch alte Geschichte und man spürt förmlich die alten Heilerinnen und ermordeten Frauen. Wobei sich das jetzt geändert haben dürfte. Ich bin mir selbst dort begegnet und habe danach angefangen zu schreiben und das erste sehr tiefsinnige Gedicht trägt den Titel Mein Name ist Lilith.- UND: Ich muss sagen, als Mutter, als Geliebte, als Wissende und als Heilerin, die Lilith trägt ALLE Frauenanteile von Natur aus in sich. Papperlapapp mit dem ganzen Christengeschwätz, die Lilith ist die Urfrau und sie ist vollständig. Sie ist nicht der abgespaltene lustvolle Teil. So ein Blödsinn. AUS MEINER SICHT versteht sich. Ich bin eine Lilith und ich habe alle Teile in mir und lebe sie auch. Wenn andere davor Angst haben, egal ob Mann oder Frau, haben sie nur Angst vor sich selber und nicht vor mir. Ich vermute, dass Frauen insgesamt sich schon länger mit ihrer persönlichen Entwicklung beschäftigen als Männer und ich wüsste nichts, womit ich mich bei mir versöhnen muss. Was hier auch ungeheuer reinspielt ist immer wieder dieser Schuld-Gedanke...sehr sehr schön von Kirche etc. direkt den Babies mit auf den Weg gegeben...so Ausssagen wie "müssen sich von ihren Sünden befreien". Da ist für mich der Hebel. Den Schuld-Gedanken auszumerzen. Das Leben ist schön, wir sind nicht schuldig.

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    1. Ich bitte um etwas Geduld, bis ich fertig bin mit meinen Lilith- Geschichten. Damit spreche ich ja nicht diejenigen an, die Lilith sowieso schon integriert haben, sondern es gibt halt auch Leser, die noch nichts darüber wissen.

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    2. Was für eine schöne Stellungnahme. So sehe ich es auch. Die Göttin erkennt sich in der Dualität und ist imstande zu integrieren, also eins zu werden. Ein völlig anderes Gottesbild, was sogar das männliche beinhaltet um Eins zu sein. So viele Namen für die Götter oberhalb des Horizontes und nur einer für unterhalb? Dort wo die Visionen konkret werden weil das weibliche den Samen bereit ist zu empfangen? Wirklich, dieser hohe Aufwand war nötig um in die Verleugnung zu verführen, doch die ganze männliche Kraft reicht nicht aus, das weiblich - göttliche zu vereinnahmen.

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  6. Liebe Osira,
    was für ein wundervoller Artikel. Er spricht mir aus der Seele, und gibt das wieder, was ich mir wünsche. Mit Lilith kann ich mich wesentlich mehr identivizieren, als mit Eva.
    Danke und herzliche Grüsse
    Anita

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  7. Super wäre, wenn wir einander für das Zusammenstellen von derart Zeit- und Wissensintensiven Blog-Einträgen gegenseitig dankbar wären. Erstens gibt es ja noch einen 3.+ 4. Teil, auf den ich persönlich mich sehr freue und ja klar, hat jeder, eine in irgendeiner Form, abweichende Meinung.In vollem Bewusstsein darüber, wie alles gelaufen ist seit Anbeginn der Zeit, wird keiner der Blogleser hier sein, das behaupte ich jetzt einfach mal so.
    Also respektieren wir gegenseitg unsere Arbeit, den nur ein gemeinsames Ziel haben wir sowieso. Herzensgruß Biggi

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  8. @ Biggi Berchtold
    du sprichst mir aus der Seele.
    Ein weiteres "schönes" Beispiel was Lilith betrifft, steht auf der rechten Seite unter Artikel der Woche. Dieses Gegengedicht von Itamar Yaoz Rest das er als Antwort auf das Gedicht von Günther Grass geschrieben hat lässt tief blicken. Ein traumatisierter Mensch und auch dafür steht die schwarze Göttin......als Beschützerin der Traumatisierten.
    Grüße aus dem Herzen
    Isabella

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  9. Lilith, wo warst du?

    Wieso hast du mich alleine gelassen.
    Du, die du die gleiche Kraft hast wie ich.

    Ich bin wie du, unvollständig und entzweit.
    Auch ich bin durch das Tal der Schmerzen gegangen,
    als halbes Wesen, gefangen in meinem Wissen. Und du?
    Du hast genau wie ich, nur deine eigenen Stärken gesehen.

    Wieso sind wir nicht auf einander zu gegangen.
    Ich bin es auch nicht, ich weiß.
    Wieso hast du mir nicht gezeigt, wie man liebt?
    Nur weil ich das nicht kann, heißt das nicht, daß ich es nicht von dir lernen möchte, jetzt.
    Wieso bist du einfach weggegangen?
    Ich habe dich nicht gesucht, ich weiß.
    Wieso hast du mich verurteilt?
    Ich habe dich auch verurteilt, ich weiß.
    Wir beide sind nicht alleine das Maß der Dinge!

    Ohne dich kann ich nicht lieben.
    Ohne mich kannst du nicht lieben.
    Ohne dich finde ich keinen Frieden.
    Ohne mich findest du kein Heil.

    Ohne uns können wir Gott nicht lebendig werden lassen,
    in seinem Glanz,
    in seiner Güte,
    in seiner Größe.

    Jetzt ist mein Wunsch nach Versöhnung groß.
    Ich suche dich.
    Ich liebe dich.
    Löse deine Beziehung und komm zurück zu mir.

    Lange genug, haben wir uns falsch gesehen.
    Lange genug hat uns das Bild der Schlange gegeneinander aufgebracht.
    Lange genug haben wir in blinder Sehnsucht gebrannt, ohne unser Wesen zu sehen.
    Lange genug haben wir beide den Kampf gehalten und mit Macht zerstört.

    Es ist genug jetzt.
    Bitte komm.
    Ich warte auf dich in meiner Kraft.

    dein Mann

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    1. Das ist wunderschön und läßt hoffen für uns alle ... ganz herzlichen Dank!

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  10. wer seine/n partner/in nicht so annimmt wie er/sie ist,
    hat sie entweder nicht verdient oder ist einfach zu schwach...
    herzlichst hugobruno
    ps. die herzensgüte sollte doch stets träger des liebenden miteinanders sein, ohne zu werten...

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