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Rudolf Steiner

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Freitag, 29. Oktober 2010

Quaoar - „Ich tanze die Schöpfung in die Welt“

Das Palomar Observatory in California / USA ist bereits berühmt für seine spektakulären Erfolge. Am 4.6.2002 um 5h41 GMT entdeckten Michael Brown und Chadwick Trujillo dort ein Objekt mit beachtlicher Größe im Kuiper Gürtel hinter der Neptunbahn. Es war ein bislang unbekannter Planet, der mit dem Hubble Space Telescope weiter verfolgt wurde. Trujillo gab dem Objekt mit der astronomischen Bezeichnung 2002 LM 60 (Homöopathen würden hier auf eine sehr hohe Potenzierung schließen, was, wie wir sehen werden, gar nicht so verkehrt ist) sofort und spontan den Namen Quaoar. Obwohl Quaoar später auf Bildern identifiziert wurde, die Charles Kowal schon 1982 machte (Kowal entdeckte 1977 Chiron), konnte er doch erst vor vier Jahren entdeckt werden – ein Phänomen, das uns immer wieder zeigt, daß die Sichtung eines Planeten erst gelingt, wenn seine Bedeutungsinhalte als Prinzip den Weg vom kollektiven Unbewußten in unser Bewußtsein finden.

Der Name Quaoar stammt aus den Schöpfungsmythen der Tongva Indianer. Tongva bedeutet in unserer Sprache so viel wie: 'Die Leute der Erde'. Tongvas gab es im gesamten Los Angeles Becken und auf den davor liegenden Inseln. Bis zu den ersten Kontakten mit Europäern lebten sie in dieser Gegend ungestört, und sind auch heute noch ein integraler Teil der Bevölkerung Südkaliforniens. Es heißt, daß alle Tongva Tänzer seien, weil dem Tanz in ihrer Kultur eine so hohe Bedeutung zugewiesen wird. Er gilt als ein ritualisierter Weg, um Harmonie mit der Natur zu erlangen, Widrigkeiten zu beschwichtigen, Ereignisse zu feiern und Tragödien zu überwinden. Die heutigen Tongva Tänzer sind sehr engagiert, die Sprache, Kultur und die Zeremonien der Tongvas weiter zu beleben und zu erhalten.

Bei Betrachtung der Tongva Mythologie wird uns sofort ihre enge Beziehung zum Tanz bewußt. Makr Acuna, ein Tongva, Tänzer und Stammesältester der heute lebenden Tongvas, beschreibt die Mythologie von Quaoar wie folgt: „Quaoar ist die große immaterielle Kraft der Schöpfung, er singt und tanzt die großen Gottheiten ins Sein. Auch wenn Quaoar keine Form und kein Geschlecht hat, wird er meist mit männlichen Artikeln umschrieben.

Er tanzt und singt zuerst 'Weywot', welcher der Vater des Himmels wird, zusammen singen sie 'Chehooit', Mutter Erde ins Sein. Die Drei singen dann 'Tamit', Großvater Sonne ins Leben. Während jeder Gott nach seiner Erschaffung in das Singen und Tanzen einstimmt, wird das Lied immer komplexer und der Tanz komplizierter. Nach und nach werden so 'Moar', Großmutter Mond, 'Pamit' die Göttin der See, 'Manit', der Herr der Träume und Visionen, 'Manisar' der Spender von Nahrung und Ernte, 'Tukupar Itar' der Himmelscoyote und 'Tolmalok', die Göttin der Unterwelt erschaffen und stimmen ins Singen, Tanzen und Erschaffen ein. Und am Schluß sind die sieben Giganten, welche die Welt erhalten, erschaffen. Die hohen Gottheiten werden unterstützt durch Adler, Ente, Bär und Frosch. Der Frosch bringt Erde aus der tiefen dunklen See und die vier Tiere tanzen diese Erde flach und weit.

Die Götter und Göttinnen überziehen die Welt Tovangar mit Hügeln, Bergen, Bäumen und Flüssen. 'Tobohar', der erste Mann und 'Pahavit' die erste Frau sind ebenso Teile dieses großartigen Schöpfungsliedes und Tanzkreises.“
Wir können in Weywot und Chehooit unschwer ein Götterpaar erkennen; in Tamit die Sonne, in Moar den Mond, Pamit ist Jupiter, Manit der Mars, Manisar die Venus, Tukupar Itar der Merkur und Tolmalok ist der Saturn. Die vier Tiere stehen für die Elemente: der Frosch für das Wasser, der Bär für die Erde, die Ente für die Luft und der Adler fürs Feuer. So beschreibt auch diese Mythologie die wesentlichen Inhalte, die in allen Kulturen weitergegeben wurden, nur jeweils mit abweichender Symbolsprache. 

Bei Quaoar, der Alles ins Sein tanzt, haben wir es also mit der Schöpferquelle selbst zu tun – ein etwas heißes Eisen, wenn man bedenkt, daß es über die Gottesbegrifflichkeit so viele verschiedene Meinungen wie es Menschen gibt. Selbst in der heutigen Zeit sind sich die Weltreligionen nicht einig; sie arbeiten noch immer gegeneinander – die Gemeinsamkeiten suchen erst wenige Menschen. Doch da genau führt der Erkenntnisweg hin, sobald wir anfangen, die gemeinsame Essenz hinter allen Religionen zu erforschen – und zu fühlen; denn diese Erkenntnis findet nicht im Kopf, sondern im Herzen statt.

Nähern wir uns also behutsam dem, was uns Quaoar, die Quelle allen Seins, zu sagen hat:
im Entdeckungshoroskop (04.06.2002, 5h41 GMT, Pasadena/California) finden wir ein komplexes 1. Haus, das praktisch den ganzen mundanen 4. Quadranten vertritt; dies weist schon mal auf ein überpersönliches, spirituelles Grundwesen hin. Neptun als Göttliches Prinzip ist dort, im Wassermann will Neptun sich erneuernd zeigen, Grenzen überfließen und praktisch überall sein. Neptun als Herrscher von 2 in 1 sagt: „Ich bin die allumfassende Substanz dessen, was ist.“ Uranus ist ebenfalls im 1. Haus im Wassermann und setzt damit - vom Grundwesen – grenzenlose Freiheit voraus. Der Wassermann ist jedoch 'einge-schlossen' vom Steinbock-Aszendenten; wir haben es hier mit einer direkten Weisung und vor allem mit Meisterschaft zu tun. Der Steinbock-AC weist auch auf die Grenzen der linearen Zeit hin, denen wir unterworfen sind; der eingeschlossene Wassermann beinhaltet aber auch die zeitlose Brücke in das ewige Jetzt. (Astrologie-Bewanderte werden merken, daß ich dieses Horoskop in seiner erlösten Form deute; schließlich können wir davon ausgehen, daß die Schöpferquelle bereits vollkommen ist.)

Quaoar Entdeckung (durch anclicken größer)
Der AC-Herrscher Saturn befindet sich bezeichnen-derweise im 5. Haus der Kreativität und 'Schöpfung', im Zwilling wunderbar passend für Bewegung und Tanz. Hier wurde also Meisterschaft erworben in kreativ- schöpferischer Lebendigkeit, und auch Lebensformen ins Sein gebracht. Ein 'Lehrer' oder eine Lehre, die die Manifestation lebendiger, schöpferischer Formen in all ihrer Vielfalt gestaltet, in immer wieder neuen (Uranus) und ewigen (Neptun) Formen. 

Saturn in exakter Konjunktion mit dem aufsteigenden Mondknoten besagt, daß dieser Lehrer/Meister/Schöpfer in sehr enger und verläßlicher Verbindung mit uns steht. Die Sonne als Verwirklichung steht in nur 4° Entfernung vom Saturn im 5. Haus: die schöpferische Weisung der Quelle wird in der Schöpfung selbst vollzogen, aus purer Freude an der Schöpfung selbst.

Die Planetenbesetzung der Mondknotenachse gibt hier Einiges zu denken: während Sonne und Saturn am aufsteigenden Knoten auf die Freude und das Erreichen der Meisterschaft hindeuten, stellt Pluto am absteigenden Knoten und Herrscher von 10 eine bestehende Absolutheit, die bereits Ergebnis und Bedeutung ist, in den 'Raum', von der einem schwindelig werden kann; insbesondere, weil Pluto und Saturn eine Opposition direkt auf der Knotenachse bilden, die haltbarer ist als Stahlbeton. Übertragen auf die Schöpferquelle könnte man sagen: „ICH BIN ewig und meine Verbindung zu euch kann niemals aufgelöst werden.“

Die unerlöste Form weist uns darauf hin, daß wir bisherige Vorstellungen und Ängste bezüglich unseres Gottesverständnisses loslassen sollten, weil sie unsere Freiheit einschränken und belasten. Auch Chiron in 12 weist auf die verdrängten Verletzungen hin, die wir in bezug zu Gott/Göttin noch haben, und Mars in Opposition zu Chiron und im Quadrat zu Lilith besagt, daß es da noch viel Heilungsarbeit, auch gegen unseren Mangel, zu tun gibt.

Mars als Herrscher von 3 in 6 ist eine ständige, spontane Kommunikationsbereitschaft der Quelle mit uns im Alltag, wenn wir sie denn wahrnehmen. Die genaue Venus-Jupiter- Konjunktion in 6, aus dem Herzen (4. Haus) und dem Verständnis (9. Haus) der Quelle kommend, spricht von einer übergroßen und nährenden Liebe, die uns zur Verfügung steht. Da Jupiter aus 11 und 12 kommt, wird diese Liebe völlig frei und bedingungslos gegeben. Jupiter beherrscht auch den absteigenden Knoten – diese Fülle, die gegeben wird, war immer schon da. Merkur als Herrscher des aufsteigenden Knotens in 4 ermuntert uns, die Kommunikationsbereitschaft im Empfinden, im Herzen zu suchen. 

Und wo sind wir in dem Ganzen? Wir sind die Begegnung, der Deszendent im Krebs, also ist der Mond für uns zuständig. Der Fischemond in 2 erzählt von unserer Sehnsucht, die vollständige Einheit mit der Quelle zu erreichen, und die Mond-Lilith-Konjunktion steht für unser Mangelempfinden, insbesondere auch für den Mangel an Versöhnung mit der weiblichen Gottquelle. Die Überraschung aber ist die: die Sonne ist Mitherrscher in 7, steht also neben dem Mond auch für uns, und bezieht uns somit als Verwirklicher der Schöpfung mit ein!

Quaoar selbst steht im Schützen auf dem 11. Grad, und das Sabische Symbol sagt dazu: „Im linken Teil eines antiken Tempels brennt eine Lampe in einem Behälter, der die Form eines menschlichen Körpers hat.“ Der antike Tempel ist als ein Hinweis auf die Gottquelle zu sehen, der menschliche Behälter sind wir, die brennende Lampe ist die Liebe in unseren Herzen, und 'im linken Teil des Tempels' sind wir ebenso in der Herz-Seite der Quelle angesiedelt. Was Quaoar uns also mit seiner Entdeckung ins kollektive Bewußtsein ruft, ist folgendes: 

„Meine Liebe war schon immer für dich da, und wird es immer sein. Laß deine alten Vorstellungen von Mir los und akzeptiere, daß Ich dir freie und bedingungslose Liebe entgegenbringe. Heile deinen alten Schmerz, von Mir getrennt zu sein, und gehe mit deinem Bewußtsein in dein Herz, um Mir zuzuhören. Deine Sehnsucht, mit Mir in der Einheit verbunden zu sein, findest du in der Liebe deines Herzens, und sie wird deinen Mangel beheben. Du als Mein Kind, nach Meinem Ebenbild erschaffen, hast deinen Anteil am Mitschöpfertum, und es ist Mein Wille, daß Du lernst, in deine eigene Meisterschaft zu gehen, um genauso wie Ich in vollkommener Freude deine eigenen Schöpfungen aus Liebe in die Welt zu bringen.“ 

Quaoar fordert uns auf, die Rückverbindung zur Quelle zu suchen, um ein freies, lebendiges und schöpferisches Leben zu führen. 4,5 Tage nach der Entdeckung fand eine Sonnenfinsternis am aufsteigenden Knoten statt, und diese hat sich progressiv im September 2008 (Mond progr. Konj. Sonne radix) bis in den Januar 2009 (Mond progr. Konj. Sonne progr.) wiederholt - dies war die Zeit, in der viele religiöse Kontroversen entstanden. Auf diese Weise werden die Schatten ans Licht gebracht, die uns alle voneinander trennen. Neptun steht jetzt auf dem Uranus dieses Horoskopes, sodaß wir transzendente Einsichten erhalten können. Und Jupiter und Uranus sind stationär auf dem Mond, hier findet eine emotionale Erneuerung statt, daß sich das göttliche Licht in uns befindet. 

Während des ganzen nächsten Jahres 2011 wird Pholus über den Pluto laufen, was eine tiefe Transformation der Schattenbereiche zur Folge haben wird. Dies wird eine Zeit der Entscheidung sein, für oder gegen den göttlichen Weg. In etwa 3 Jahren laufen wir rhythmisch über Pluto und Saturn; dies wird endgültige Trennung der Spreu vom Weizen bedeuten. Da wir noch die nächsten 13 Jahre im Schütze-Rhythmus sind, läuft alles auf eine glückliche Anpassung hinaus. Wir können also dieser Zeit gespannt entgegenblicken, in welcher Form sich das neue Gottesbewußtsein kollektiv zeigen wird.

© OSIRA
Die Ephemeriden von Quaoar gibt es hier: 

Kommentare:

  1. Den Artikel kenne ich von einer anderen Seite...

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  2. Wo hast Du ihn denn gesehen? Er ist vor einigen Jahren auf seelenfindung.de erschienen, das war meine erste Seite. Alles andere dürften Plagiate sein.

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  3. Augenblicklich scheint es so,bei mir,als ob sich das auslösen würde,was so in Deinem Artikel beschrieben ist ;-)
    Du kennst ja mein Horoskop!

    LG Rolf

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