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Sonntag, 12. Oktober 2014

Die Kinder von Tschernobyl

Es gibt Themen, die allzu leicht in Vergessenheit geraten, und dazu gehört auch ganz besonders dieses vom Reaktorunglück in Tschernobyl von 1986. Es hatte weitreichende Folgen, in vielerlei Hinsicht. So bin ich sehr dankbar für diesen Gastbeitrag, der einige Hintergründe schildert und uns näher bringt, wie es den Kindern in dieser Region ergeht.

von Tina Schröder

2 Kinder bei den Gasteltern
Dies sind meine Erfahrungen mit den jährlichen Besuchen der Tschernobyl-Kinder in meiner Region (Schleswig-Holstein), über die ich berich- ten möchte. Aus aktuellem Anlass werde ich einige Hintergrundinfomationen beifügen. Ich habe im Internet über den Reaktorunfall recherchiert, wie es auch jeder Andere tun kann, der Interesse an diesem Thema hat. Ich erzähle aus meiner Sicht, oft auch nicht mit genauen Quellverweisen. Ich habe hier und dort etwas zu dem Thema gelesen. Bitte macht euch euer eigenes Bild.

Im Sommer 2012 hatte ich das erste Mal Kontakt mit Tschernobyl-Kindern. Als ich im Bekanntenkreis von unseren gemeinsamen Ausflügen erzählte, wurde mir nur erwidert, „ach, die kommen immer noch? Na, dann kommen ja bald auch die Busse aus Fukushima.“ Ich glaube es ist den wenigsten bewusst, was solche Katastrophen auf Alle und Alles für eine Auswirkung haben.

Im April 1986 ereignete sich die Explosion im Kernkraftwerk Tschernobyl. Es bildeten sich radioaktive Wolken, die bei vorherrschendem Wind nach Nordosten zogen. Um ihr Weiterziehen nach Moskau zu verhindern, ließ die sowjetische Regierung diese radioaktiven Wolken über Weißrussland anschießen. Die Folgen waren verheerend. Die ganzen radioaktiven „Fallouts“ gingen über den Gebieten um Mogilew und Gomel in Weißrussland und Brjansk in Russland nieder und verseuchten für Jahrzehnte die Gebiete.

©Diercke-Atlas (click = größer)
Durch die viel zu späte Veröffentlichung der damaligen Sowjet-Regierung konsumierte die  Bevölkerung ahnungslos die verseuchten Lebensmittel und sie badeten in verseuchten Gewässern. Das Moskauer Gesundheitsministerium verfügte die Geheimhaltung aller Angaben über das Ausmaß der Strahlenschäden. Zu spät für viele, vor allem für die Kinder. Erst Mitte 1989, als die Todesfälle, Krankheiten und Missbildungen der Neugeborenen erschreckende Ausmaße annahmen, musste die Regierung endlich die Daten für die Öffentlichkeit zugänglich machen.

Unsere Tschernobyl-Kinder stammen aus Weißrussland aus der Zone Gomel. Die Familien sind  Selbstversorger. Heute verkaufen diese Menschen ihre selbst angebauten Lebensmittel auf dem Wochenmarkt. Dort wird mit Geigerzählern rumgegangen. Wenn die Werte mal wieder zu hoch sind, kommen die Lebensmittel wieder mit nach Hause und werden dort verzehrt. Die Kinder, die in die Rendsburger Gegend kommen, sehen äußerlich gesund aus. Nach z. B. Neumünster oder auch Berlin kommen weitaus kränkere Kinder.

Nach Aussage der Organisatorin des 'Vereins Initiative für Kinder von Tschernobyl e. V. Rendsburg und Umgebung' (dort werden unsere Kinder betreut) sind es solche Kinder, wo man sich freut, wenn sie nach 4 Wochen Aufenthalt in Deutschland 100 g an Körpergewicht zugenommen haben. Dort wird auch mit den hiesigen Kliniken zusammengearbeitet. Österreich und Italien nehmen auch regelmäßig Kinder auf. In Italien wird dies sogar staatlich bezuschusst. In die USA kommen dann die sehr schweren Fälle mit Amputationen o. ä., wo die Kinder auch Operationen bekommen. Die Ärzte in Weißrussland sollen sehr gut ausgebildet sein, jedoch fehlt es nach wie vor an Medikamenten, an Kindernahrung und an medizinisch-technischen Einrichtungen.

Besuch bei der Tierärztin
Am 26.04.1986 explodierte Block 4 des AKW Tschernobyl. Dieses befindet sich in der heutigen Ukraine, ca. 130 km nördlich von Kiew. Ich las von Berichten, dass die Einwohner erst nach Wochen aus Tschernobyl evakuiert wurden. Mehr als 100.000 Menschen waren damals betroffen. Einige wurden ins heutige Weißrussland, andere in die Ukraine gebracht.

Der erste Schutzmantel wurde innerhalb von 8 Monaten nach der Reaktorexplosion errichtet. Geplant und errechnet wurde, dass dieser Schutzmantel bis 2016 halten sollte. Die übrigen Reaktoren wurden im gleichen Jahr wieder in Betrieb genommen. 1991 verpflichtete sich die Regierung das Kraftwerk stillzulegen. Aus energiepolitischen Gründen war eine sofortige Stilllegung jedoch nicht möglich. So entwickelten westliche Staaten 1994 Hilfsmaßnahmen, um die Schließung des unsicheren Kraftwerks zu erreichen. Entgegen heftiger Proteste wurde Block 3 im März 1999 wieder in Betrieb genommen, und am 15.12.2000 wurde das Kraftwerk dann endgültig stillgelegt. Im Frühjahr 2001 wurde eine neue Ummantelung geplant, und diese zweite Schutzhülle sollte bis 2007 fertiggestellt sein. In einem Artikel vom 11.5.2010 las ich, dass noch nichts geschehen sei und der Baubeginn 2011 und die Fertigstellung 2015 erfolgen solle.

Ein Ausritt für die Kleine
In einem Artikel aus 2011 zum 25. Jahrestag der Katastrophe wurde berichtet, dass der Schutzmantel inzwischen erhebliche Risse und Löcher aufweist. Laut dem ehemaligen Direktor der Anlage war es ein extrem unsicherer Zustand. Es drohte jederzeit eine Kettenreaktion mit Todesgefahr. Eine Geberkonferenz in Kiew aus Mitgliedern der EU und der G8 (Regierungsvertreter von rund 50 Staaten) haben 550 Mio. Euro für den Bau der zweiten Schutzhülle bewilligt. Den Rest sollte die Ukraine übernehmen. Janukowitsch sagte damals, dass weder die Ukraine noch die Weltengemeinschaft das Recht habe, die Antworten auf die Frage zu verweigern, mit denen uns Tschernobyl konfrontiert hat.

Ein Artikel vom 15.02.2013 berichtet, dass die alte Hülle eingestürzt sei. Mittlerweile wird ja wirklich an der Schutzhülle gebaut, jedoch mit zwischenzeitlichen Baustopps teilweise durch den Einsturz der alten Hülle, und jetzt droht der Baustopp wegen Geldmangel. Es ist bekannt, dass das Projekt weit über 1 Mrd. Euro kostet und die Ukraine kann die Restsumme nicht aufbringen.

Ich kann mich noch gut an meine Kindheit an den Sommer 1986 erinnern. Damals mussten wir bei Regen im Haus bleiben und es durfte nichts aus dem Gemüse- und Obstgarten verzehrt werden. Da nun so viele Jahre vergangen sind und Tschernobyl offensichtlich nicht sicher verschlossen ist, frage ich mich ernsthaft, inwieweit wir weiterhin über die Jahre verstrahlt wurden. Man muss sich auch mal mit den Halbwertzeiten beschäftigen. Auf der Seite tschernobyl-info.de habe ich Karten auch für Deutschland gefunden. Im April diesen Jahres hat n-tv.de einen Artikel veröffentlicht, dass in Bayern die Wildscheine und Pilze noch derartig verstrahlt sind, sogar mit Werteangabe. Ob diese Werte auch manipuliert werden, kann ich nicht sagen.

In einem neuen t-online Beitrag (Mitte September 2014) ging es darum, dass jetzt Mitte Oktober 2014 die G7 sich zusammensetzt mit der Ukraine, da wieder ein Baustopp aus Geldmangel droht. Da Deutschland den Vorsitz hat, nimmt es eine Sonderrolle ein. Sehr interessant fand ich dann die Kommentare am Ende des Artikels. Die Grundstimmung war, dass für Kriegshetzerei und Waffen Gelder in Massen ausgegeben würden, jedoch kein Geld für Tschernobyl da wäre. Der Meinung bin ich allerdings auch. Nachdem ich neulich in den vorletzten Tagesenergien bei bewusst.tv hörte, dass ca. 30 Mrd. Euro jährlich deutsche Gelder als „Besatzungskosten“ (da Deutschland kein souveräner Staat ist) fließen, frage ich mich ernsthaft in welcher Welt leben wir eigentlich? Wie gut würde es doch allen gehen, wenn die finanziellen Mittel mal sinnvoll eingesetzt werden würden.

Schweine sind ebenso interessant
Überall in Deutschland haben sich seit Ende der 80er Jahre Initiativen von Gasteltern gebildet, die Kinder aus den verstrahlten Gebieten bei sich aufnehmen. In meiner Gegend sind es Gastfamilien, die jeden Sommer Kinder für 4 Wochen aus Weißrussland (Skorodnoja aus der Zone Gomel, 75 km von Tschernobyl entfernt) bei sich aufnehmen. Es handelt sich bei mir um den Verein 'Initiative für Kinder von Tschernobyl e. V. Rendsburg und Umgebung'.

Eine befreundete Gastfamilie hat uns jetzt seit 3 Jahren an diesen Besuchen teilhaben lassen. Sie haben jedes Jahr 2 Mädchen zu Besuch. Die Kleine ist jetzt 9 Jahre und die Große 14 Jahre alt und wird wohl das letzte Mal vorerst hier in Deutschland gewesen sein. Meine Tochter freut sich schon das ganze Jahr auf die 4 Wochen mit ihren Freundinnen. Wir machen dann gemeinsame Ausflüge mit den Kindern. Da sie in ihrer Heimat Deutsch in der Schule unterrichtet bekommen, können wir uns recht gut verständigen. Ansonsten sind auch immer Dolmetscher zur Verfügung.

für die Große steht auch ein Pony bereit
Die Kinder kommen mit blasser Gesichtsfarbe hier an und viele von ihnen leiden bei ihrer Ankunft an schwerster Bronchitis bis hin zu Lungenentzündungen. Es gibt ärztliche Studien die besagen, dass der Aufenthalt bei uns (4 Wochen einmal jährlich!) diesen Kindern einen Schub für ihr Immunsystem von bis zu 6-8 Monaten gibt und diese Aufenthalte sich hier sogar lebensverlängernd auswirken können. Dies geschieht nur durch „gesundes Essen“ und die Luftveränderung.

Die Kinder, die aus der Gegend Minsk nach Deutschland kommen, haben sogar bis zu 12 Monate diesen Immunschub. Mir fällt auf, dass diese Kinder oft kleiner als unsere Kinder hier sind. Die körperliche Entwicklung der Mädchen hinkt ein wenig den unseren hinterher. Die Kinder kommen in einem Alter von 8 – 14 Jahren zu uns, danach sind sie 'zu alt' und die jüngeren Kinder rücken nach. Ich selbst bin Mutter einer 8 jährigen Tochter. Wenn ich mir vorstelle, dass ich sie so viele Kilometer entfernt, zu völlig fremden Menschen schicken soll, dann wird mir ganz anders. Daran kann ich erkennen, wie verzweifelt diese Mütter doch sein mögen.

Für meine Recherchen habe ich mich lange mit der Organisatorin des Rendsburger Vereins unterhalten. Sie macht das jetzt seit 1993. Ich habe selten Kontakt gehabt zu so einem selbstlosen, lieben Menschen wie sie es ist. Man merkt, sie macht diese ehrenamtliche Arbeit aus vollem Herzen. Sie sagt, sie macht diese Arbeit als Dank an den lieben Gott, dass sie 2 gesunde Kinder zur Welt bringen durfte und sie groß wurden in einem sicheren Raum ohne diese schlimmen Dinge, die die Familien ihrer Gastkinder erlebt haben. Sie hat auch ständigen Kontakt mit den Familien. Jetzt kommen sogar schon die Kinder ihrer ersten Gastkinder zu uns. Sie hat mir viele Geschichten von ihren Gastkindern erzählt, und teilweise kamen ihr die Tränen. Ihrer Meinung nach kann man den Kindern einfach helfen, indem man ihnen einmal jährlich diese 4 Wochen Erholungsurlaub bei uns ermöglicht. Besonders die Mütter, aber auch die Kinder danken das ein Leben lang.

So erzählte sie von einem jungen Mann, der damals bei Bekannten 3 Jahre hintereinander zu Besuch war. Jahre später bekam diese Gastfamilie einen Anruf, dass der junge Mann in einer Stadt ca. 100 km entfernt ein Konzert geben würde. Ob sie spontan kommen können. Das taten sie auch. Sie fuhren hin und fragten ihn, ob er ein neues Paar Schuhe bräuchte oder ob sie ihm irgendwie helfen konnten. Er erwiderte, ich habe zwar nur 2 Stunden Aufenthalt hier, aber können wir bitte zu euch nach Hause fahren, so dass ich noch einmal mein damaliges Zimmer bei euch sehen darf. Sie flogen über die Autobahn. Er stand in seinem Zimmer mit Tränen in den Augen und sagte, das wäre ihm viel wichtiger als irgendein Paar Schuhe.

Eine junge Frau hat, nachdem sie nicht mehr nach Deutschland kam, schwerste Schild- drüsenprobleme bekommen. Es wurde ihr bis auf einen kleinen Teil die Schilddrüse entfernt. Das macht man dort, da kein Geld für die teuren Hormonpräparate zur Verfügung stehen, die bei kompletter Entnahme der Schilddrüse ein Leben lang notwendig wären. So muss und kann der Körper sich mit dem kranken Restgewebe noch selber Hormone produzieren. Jedoch ist die Schilddrüse sehr wichtig. Viele sind dann anfällig für depressive Stimmungen. Darunter litt diese junge Frau auch. Sie sagte mal am Telefon, wenn sie wieder eine schlimme Phase hatte, würde sie die Fotos von den damaligen Besuchen in Deutschland hervorholen. Es würde ihr sehr helfen in alten Erinnerungen zu schwelgen und es ging ihr dann besser.

strahlende Gesichter
Diese Art von Geschichten haben bestimmt viele Vereine zu erzählen. Ich fragte die Organisatorin wie man helfen könnte. Sie antwortete, erst einmal ist es wichtig, dass das alles nicht in Vergessenheit gerät. Die Weißrussische Regierung lehnt vieles an Hilfestellung ab, so muss z.B. für gespendete Kleidung ein Beweis erbracht werden, dass diese in der Reinigung war. Ärztliche Untersuchungs- geräte dürfen nicht eingeführt werden. Briefe und Pakete an die Gastkinder werden geöffnet oder kommen teilweise erst gar nicht an. Auf die Jahre laufen den Vereinen die Gastfamilien weg. Früher hat sie ca. 120 Kinder plus Betreuer jedes Jahr begrüßt. Jetzt sind sie froh, wenn sie einen Bus mit ca. 40 Kindern füllen können. Es ist dort auch wie überall heute, die finanziellen Mittel spielen eine riesen Rolle. Wer Interesse daran hat, ein oder mehrere Tschernobyl-Kinder aufzunehmen oder etwas zu spenden, kann sich ja mal über seinen örtlichen Verein informieren. Die brauchen alle Unterstützung.

Der diesjährige Besuch unserer beiden Mädchen ging wieder viel zu schnell vorbei. Die Große gefiel uns dieses Jahr nicht ganz. Irgendetwas machte ihr zu schaffen. Sie erzählte nach mehrmaligen Nachfragen, dass sie von ihren Eltern am Telefon erfahren hat, dass ihre kleine Schwester ins Krankenhaus wegen erheblichen Schilddrüsenproblemen gekommen war. Sie machte sich schreckliche Vorwürfe, dass sie es nun in Deutschland gut hatte und die kleine Schwester im Krankenhaus lag und sie sie nicht besuchen konnte. Das war sehr schade, da es ihr letzter Besuch bei uns war, und sie sich nochmal richtig erholen sollte. Ihre Gastfamilie hat ihr versprochen, wenn ihre Eltern einwilligen und sie das möchte, sie in Deutschland studieren darf und sie bei ihrer alten Gastfamilie dann leben dürfte.

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Liebe Tina, herzlichen Dank für Deinen Erfahrungsbericht!
Falls jemand Fragen an Tina hat, leite ich diese gerne weiter.

1 Kommentar:

  1. Seit den 90er Jahren werden nur noch Atomkriege geführt - mit Uranmunition.
    Führend dabei USA und NATO. D.h. in all den Ländern die von Angriffskriegen heimgesucht werden - leiden die Kinder - nicht nur in Tschernobyl.

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